02.02.11

mein diarium

wie fein, immer feiner, immer fragiler, immer angespannter, die sinne, die wahrnehmung, immer detaillierter, immer sensibler
wie ein schaukasten gefüllt mit insektenflügeln, fragmenten von beinchen und fühlern
eng beschriebene blätter, die schrift wird mit den jahren immer kleiner, genauer, gestochen scharf
wie mit der lupe geschrieben
zarte illustrationen am rand, federgezeichnet
verziert mit einem hauch blattgold, vorsichtig aufgetragen, schicht um schicht
kleine getrocknete blutspritzer, winzig, fein und ein teil der verzierung
blattadern, blutzellen, atemhauch
und am ende des diariums der winzigkleine eintrag

verzogen ans meer

Kommentare :

Rachel hat gesagt…

Du Liebe,

hier lese ich Wehmut, doch es liest sich richtig gut...

herzlichst, Rachel

LilaCat hat gesagt…

hallo, rachel!
ja, immer wenn ich vom meer schreibe, ist ein schuss wehmut oder sehnsucht mit dabei. aber es hat ein happy end, denn in meiner vignette bin ich ja ans meer gezogen, und so ist alles dort, wo es hingehört. irgendwann werd ich das alles wahr machen...
liebe grüsse!