17.09.11
letter to myself
nie vergessen, wer man im grunde ist. so ganz ohne masken und verstellung. und nie vergessen, dass man die maske irgendwann einmal nicht mehr vom gesicht abnehmen kann, wenn man zu lange damit gelebt hat. nie vergessen, zu spielen. nie vergessen, dass man die wilden gärten liebt. nie vergessen, zu lieben.
17.08.11
ein abend am meer
die lampen vor der taverne werden eingeschaltet und beleuchten die zufahrt. eine geheimnisvolle welt entsteht plötzlich da draussen im licht der sterne. der wind fährt leicht über die bäume und den garten, blätter und gräser rascheln. etwas bewegt sich leise durch den garten, wahrscheinlich streundende katzen, von denen es hier viele gibt. das rauschen des meeres klingt verhalten, wie aus einem traum, den man früher einmal hatte, als man nur davon träumen konnte und noch nicht hier war, an einem ort, den man schon heimat nennt, oder als das ziel bezeichnet. doch er ist nur eine zwischenetappe vor dem eigentlichen ziel, das dieser etappe jedoch sehr ähnlich ist.
hier, in dieser taverne am meer, leben erinnerungen und vorahnungen auf, und sei es nur ein bruchstück des grossen und unendlich schönen ganzen. man geniesst hier, im mermaid's inn, man lebt am meer, man lebt auf, alles ist leicht und unbeschwert für diejenigen, die hierhergefunden haben und nun hier ihre tage und nächte verbringen, am meer...
jemand begibt sich vom ersten stock hinunter in richtung küche, die so gemütlich ist, dass man hier viel zeit verbringt. um zu lesen, briefe zu schreiben, zu zeichnen, nachzudenken. das fenster zum meer ist offen, man kann es hören, das rauschen der wellen, das so wunderbar entspannt, als würde man einer alten, vertrauten melodie lauschen.
dieser jemand macht einen kleinen zwischenstopp in der bibliothek, greift sich einen stapel bücher und wandert damit den gang entlang, wo es immer ein bisschen nach seeluft riecht, bis er in der küche angelangt ist. dort macht er es sich an seinem lieblingsplatz bequem und beginnt, zu lesen.
29.05.11
~~~
vorhin noch blossfüssig über den sandstrand gelaufen, die winzigen körnchen vermischen sich mit dem salz des wassers und dem leichten schweiss (seit wann können wir eigentlich schwitzen? ein gedanke, der mich einigermassen amüsiert) und irgendwann einfach stehengeblieben als es zu schön wurde, um den anblick zu geniessen. im leichten wind, der die haare trocket, am besten ausblickspunkt, auf der klippe, darunter das weite meer (war es immer so weit oder ist meine wahrnehmungsfähigkeit gewachsen?...egal, aber irgendetwas hat sich ausgedehnt..wahrscheinlich sieht die seele jetzt besser, nach dieser schwierigen zeit..nennen wir sie mal so) --
das zerbrochene, kaleidoskopartige war wunderschön, doch manchmal vermischte sich zu viel rot, zu viel frisches blut mit den farben. lieber sind mir blau, grau und grün, und es geht auch ohne frische schnitte, aus denen blut rinnt und ohne violettschwarze blutergüsse
aber mein altes kaleidoskop ist immer noch bei mir, es liegt im mermaid's inn alias blueberry hollow auf dem alten schreibtisch am fenster. neben den muscheln, die du mir damals mitgebracht hast. weisst du noch? als ich lachte und meinte, woher hast du diese exotischen muscheln, die gibt es bei uns doch gar nicht. dein breites grinsen und die antwort was meinst du, wie weit ich dafür geschwommen bin?
es hat sich viel verändert. seltsamerweise zum positiven. der weg dorthin ist aber nicht wirklich amüsant zu nennen. und ok, ich sollte die stirn nicht immer so kraus ziehen, ich könnte sonst wirklich mal falten bekommen *beginnt zu lachen und kann gar nicht mehr aufhören*
das zerbrochene, kaleidoskopartige war wunderschön, doch manchmal vermischte sich zu viel rot, zu viel frisches blut mit den farben. lieber sind mir blau, grau und grün, und es geht auch ohne frische schnitte, aus denen blut rinnt und ohne violettschwarze blutergüsse
aber mein altes kaleidoskop ist immer noch bei mir, es liegt im mermaid's inn alias blueberry hollow auf dem alten schreibtisch am fenster. neben den muscheln, die du mir damals mitgebracht hast. weisst du noch? als ich lachte und meinte, woher hast du diese exotischen muscheln, die gibt es bei uns doch gar nicht. dein breites grinsen und die antwort was meinst du, wie weit ich dafür geschwommen bin?
es hat sich viel verändert. seltsamerweise zum positiven. der weg dorthin ist aber nicht wirklich amüsant zu nennen. und ok, ich sollte die stirn nicht immer so kraus ziehen, ich könnte sonst wirklich mal falten bekommen *beginnt zu lachen und kann gar nicht mehr aufhören*
13.04.11
30.03.11
licht
"wir zerschneiden staub mit rostigen rasiermessern
tragen folianten und säcke bunten sandes
auf lichtungen zusammen
träume von irland, von wäldern
ich sah einmal einen hirsch
im mond versammeln wir uns und tauschen
kristalle und kinder aus kerzenwachs
nachts nehme ich sie aus den schatullen
und lasse sie auf der tischplatte herumlaufen
sie sind so wunderschön
jede nacht muss ich weinen
einmal sah ich sogar einen hirsch"
(FAUN - "LICHT")
tragen folianten und säcke bunten sandes
auf lichtungen zusammen
träume von irland, von wäldern
ich sah einmal einen hirsch
im mond versammeln wir uns und tauschen
kristalle und kinder aus kerzenwachs
nachts nehme ich sie aus den schatullen
und lasse sie auf der tischplatte herumlaufen
sie sind so wunderschön
jede nacht muss ich weinen
einmal sah ich sogar einen hirsch"
(FAUN - "LICHT")
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